Integration durch Sport


 

Der Sport als Brücke zur Integration

Unter diesem Motto haben sich bei der EICHE schon immer Sportler verschiedener Nationalitäten zusammengefunden, um die Sportart Ringen auszuüben. Das gemeinsame Interesse am geliebten Sport fordert das Gefühl der Gemeinsamkeit und das Verstehen untereinander.


 Unvergessen sind die Zeiten, als man in den 50-iger und 60-iger Jahren freundschaftliche Verbindung zu danischen, schwedischen, südafrikanischen und franzosischen Ringsportfreunden pflegte. Viele Sportler aus unterschiedlichen Nationen, die im Zuge der Gastarbeiterstrome nach Deutschland kamen, haben die Farben der EICHE bei sportlichen Wettkämpfen vertreten.


Besonders die Türken - als stärkste Gastarbeiter-Nation - haben auf der Sandhofer Ringermatte Akzente gesetzt. Welcher Ringerfan erinnert sich nicht gerne an die Freistilkunst eines Orhan Cosansu oder Ylmaz Fharrettin. Welch eine Freude wenn die Kampfmaschine Suleyman Er-cin oder der alte Mattenfuchs Mahmud Karadavut die Matte betraten und die Zuschauer mit ihrer Ringkunst begeisterte.

 

Und, war es nicht gelebte Integration, als die Gastarbeiter-Kinder das sportliche Erbe der Vorgänger aufnahmen? Dem Ringkampfsport in Sandhofen tat dies gut und es würde gewiss etwas an Würze fehlen ohne die sportlichen Erlebnisse mit den Brüder Sahiner, Tosun, Celik, oder Yldirim.
 

Aber auch die Amerikanische Ringkunst hat ihre Spuren auf der Sandhofer Ringermatte hinterlassen - man denke an den schwarzen Mann aus New York "Wander Scott", der in den 60-iger Jahren mit seiner College-Kampfweise die Zuschauer begeisterte oder an den Kämpfer aus Wisconsin "Marc Lewis", der mit seiner pragmatischen, harten Kampfweise sämtliche Gegner zermürbte.


Nicht vergessen sollte man den Ungarn Tibor Szabo der in den 90-iger Jahren das Trikot der EICHE trug. Ein Mann mit Erstliga-Format, dem es in Sandhofen so gut gefiel, dass er sämtlichen Abwerbeversuchen höherklassiger Konkurrenz widerstand.
2004 in der Regionalmannschaft mit Ahmed Kahyaoglu ein Sportler türkischer Herkunft, der zu den fleißigsten Punktesammler gehörte. Der Kreis schließt sich mit unseren Sportfreunden aus der ehemaligen Sowjetunion, die im Rahmen unseres Projektes "Integration durch Sport" in den späten 90-iger Jahren in unseren Verein strömten und unser Vereinsleben in gesellschaftlicher und sportlicher Art bereicherten. Ganz besonders sei hier Alexander Bachmann erwähnt. Unzählige Kilometer legt er in seinem privaten PKW zurück um junge Aussiedler ins Training zu bringen und diese dann in der Ringerhalle der "Eiche" zu trainineren. Oder unsere mehrfachen Medalliengewinner auf Deutschen Meisterschaften Waldemar Kehl, Artjom Ionin und Robert Karkusov.

Der Verein RSL 2000 Sandhofen/ Lampertheim hat seit vielen Jahren einen hohen Mitgliederanteil von Zuwanderern zu verzeichnen. Die Verantwortlichen haben diese Bevölkerungsgruppe frühzeitig als Potential und Bereicherung erkannt und sie gezielt durch offene Angebote angesprochen und an den Verein herangeführt.
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Auszug aus der Landessportverband Baden - Württemberg Homepage "Integration durch Sport"

"Das Engagement des Vereins zeichnet sich durch die Bemühungen zur Integration im Sport aus, die über rein sportliche Maßnahmen hinausgehen. Der Verein hat es mit Hilfe verschiedener Netzwerkpartner geschafft, das sportliche Angebot mit verschiedenen Bildungsinhalten zu verknüpfen, um die Integration vor Ort voranzutreiben.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist ein Projekt zur Gewaltprävention, das in sozialschwachen Stadtteilen angeboten wird. Den Kindern und Jugendlichen werden durch verschiedene Spiele und zielgruppenorientiertes Raufen und Ringen die Mechanismen der Entstehung von Gewalt implizit verdeutlicht. Dieses Angebot findet sehr großen Anklang und es konnten dadurch schon etliche Kinder und Jugendliche in den Verein integriert werden.
Die positiven Erfahrungen haben den RSL dazu veranlasst, nun auch ganz gezielt Frauen mit Migrationshintergrund mit einem gesundheitsorientierten Gymnastikangebot anzusprechen und für das Sporttreiben im Verein zu gewinnen.
Das Funktionieren dieser Angebote ist nur durch die Öffnung des Vereins für Mitglieder mit Migrationshintergrund möglich, von denen sich inzwischen bereits sehr viele ehrenamtlich für den Verein engagieren und so das ihnen entgegen gebrachte Vertrauen zurückgeben. Unterstützt wird der Stützpunktverein des Programms „Integration durch Sport“ durch ein lokales Netzwerk, an dem die Caritas, die Polizei und der Förderverein „SiMa“ (Sicherheit in Mannheim) beteiligt sind."


Potrait "RSL 2000" vom DOSB (Deutscher Olypischer SportBund)

Im Portrait: Stützpunktverein RSL 2000 Sandhofen-Lampertheim. Interkulturelle Vielfalt und soziale Verantwortung in der Vereinsarbeit.

Symbolischer Staffellauf durch Baden-Württemberg am „Tag der Integration“ 2011

 



 

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